Vom Loslassen und Annehmen - Wer A sagt muss nicht B sagen!

Ein Beitrag vom Blätter Abwerfen und Knospen Sprießen!

 

Ein Monat Selbstständigkeit liegt nun hinter mir oder doch nicht? Erfahre, was sich in diesem Monat getan hat und was es mit dem Loslassen und Annehmen auf sich hat.

 

Die Metapher vom Herbst

 

Direkt vor meinem Fenster stehen zwei Bäume. Von einem Baum sind viele Blätter bereits abgefallen, doch es hängen auch noch kleine vereinzelte Blätterchen dran. Der zweite Baum hat alle Blätter abgeworfen und schon ganz viele Knospen angesetzt.

 

Wunderbar, wie diese beiden Bäume meinen ersten Monat in Selbstständigkeit widerspiegeln.

 

Der Baum mit den einzelnen Blättern steht für meinen Arbeitgeber, für den ich acht Jahre fest angestellt war. Nach meiner Kündigung im Juli zeichnete sich immer mehr ab, dass es für meine Abteilung sehr schwierig werden wird ohne mich. Das führte dazu, dass wir uns auf einen Stundenkraftvertrag einigten.

 

Ja du liest richtig und glaube mir, diese Entscheidung fiel mir nicht leicht!

 

Ich hatte doch entschieden, das Unternehmen zu verlassen und mich ganz auf meine Projekte zu konzentrieren. 100 % Wandel! Ein paar Stunden gegen Rechnung ok, doch wieder einen Vertrag unterschreiben?

 

Wer A sagt, muss doch auch B sagen! 

 

Wer A sagt, muss doch auch B sagen! Ich kann doch nicht groß verkünden, dass ich nun 100 % selbstständig durchstarte und mich dann wieder anstellen lassen…

 

Ich sage dir, die Nacht nach dem Angebot schlief ich kaum. Ich ging mit mir in Verhandlung und wägte die Vor- und Nachteile ab. Ergebnis war, das es nur einen einzigen Nachteil gibt. Ich musste den Status der Selbstständigkeit wieder loslassen. Doch was ist schon Status? Zählt nicht das Ergebnis? Die finanziellen und organisatorischen Vorteile überwogen einfach, sodass ich das Angebot annahm und unterschrieb!

 

Und es war die beste Entscheidung! Die vereinzelten Blätter spiegeln den zeitlichen Aufwand wieder, den ich heute noch für meinen Arbeitgeber leiste. Ich habe im November so viele Stunden gearbeitet, wie vorher manchmal in vier Tagen. Das gibt mir ein finanzielles Polster und ich habe ausreichend Zeit mich den Knospen am zweiten Baum zu widmen.

 

Es war das Beste, dass mir passieren konnte. Viel ist nun seitdem passiert und das Thema Loslassen und Annehmen ist immer wieder präsent!

 

Annehmen dessen, was ist

 

Wie du in meinem letzten Blog-Beitrag Selbstständig: Und nun? lesen konntest, hatte ich ja gewisse Anlaufschwierigkeiten. Das Loslassen meines Jobs fiel mir in den ersten Tagen nicht schwer. Gefühlt war es wie Urlaub. Doch mit dem Loslassen dieser Verpflichtung waren auch meine Ideen für meine selbstständigen Projekte wie weggeblasen.

 

Ich hätte mich Trübsal blasend vor den Fernseher legen können, doch das kam nicht in Frage. Ich nahm an, dass zu dieser Zeit die Projekte warten mussten und nutzte die Zeit für rationale Dinge wie Steuererklärung, Dateien-Sortieren usw. Statt des Fernsehers nutzte ich Podcasts, Blogs, Facebook, YouTube und natürlich lange Spaziergänge in der Natur um mein unternehmerisches Denken wieder aufzuwecken.

 

Und über viele Umwege landete ich bei Matthes Mockridge, entdeckte sein 66 Day Journal*, kaufte es sofort und von da an arbeite ich nun wieder an meinen Projekten.

 

Loslassen von Projekten

 

Doch viele Ideen und Optionen haben auch ihre Krux.

 

Ich habe auf sehr vielen Hochzeiten getanzt in den letzten Tagen und ich bin sehr gespannt, wie das Resultat sein wird. Ich bin jeder Chance, die sich mir ergab nachgegangen, habe jedes Angebot angenommen. Doch auch mit der vielen Zeit, die mir nun zur Verfügung steht, schaffe ich nicht alles.

 

Im Rahmen der Aktion Goodbye 2016 habe ich Inventur gemacht, um mit meinem Logistik-Vokabular zu sprechen. Claudia Kauscheder, die Initiatorin der Aktion, rief uns auf, alle angefangenen Projekte aufzulisten und sie zu bewerten. Und bei der Bewertung geht es nicht nur um den Grad der Fertigstellung, sondern auch um die Frage, macht mir das Projekt Spaß und ist es für meine Umsatzsituation dienlich – sehr spannende Aspekte! Viele meiner Projekte bekamen ein grünes Smiley für „Sehr viel Spaß“ und wie es betriebswirtschaftlich weitergeht, werden wir sehen.

 

Ein großes Projekt habe ich geparkt, doch alle anderen werden noch in diesem Jahr fertiggestellt. Da ist auch einiges für dich dabei z.B. beim LIVE Online Grünkraft-Zirkel, welcher am 07.01.2017 mit einem Auftakt-Live-Video in unserer Facebook Gruppe startet und in welchem ich dich persönlich betreuen werde. Trage dich zu meinem Newsletter ein um den Anmeldestart nicht zu verpassen.

 

Was wirst du loslassen?

 

Und nun mach auch für dich zum Jahresende eine Inventur! Was sind die Dinge, die dir Freude bringen und was machst du, nur weil es eben so ist oder, weil du es schon immer so gemacht hast?

 

Bewerte für dich nach folgenden Kategorien:

  1. Bringt mir Freude
  2. Bringt meinen Lieben Freude und dadurch mir auch
  3. Bringt mich voran
  4. Bringt mir keine Freude, ist allerdings unumgänglich
  5. Bringt mir keine Freude, werde ich daher abgeben
  6. Bringt mir keine Freude, werde ich daher sein lassen

Und dann schau einmal drüber. Wie viele Themen haben die Bewertung 4. Bringt mir keine Freude, ist allerdings unumgänglich bekommen? Hinterfrage hier noch einmal, ob es da wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Wie gehen andere damit um? Frage in deinem Bekanntenkreis und auch gern mich, ob es nicht doch eine andere Option gibt.

 

Ein Tipp für die Themen aus Kategorie 4:

 

Versuche den Sinn dahinter zu entdecken. Vielleicht macht der dir Freude und du kannst die Aufgabe annehmen.

 

Ein Beispiel - Putzen:

Putzen macht man halt. Geld möchtest du dafür nicht ausgeben, da sind die andere Sachen wichtiger. So putzt du halt, ohne dabei Spaß zu haben.

Da habe ich zwei Tipps für dich:

  1. Fokussiere dich auf das Ergebnis. Wenn alles sauber ist, wie ist das für dich? Hast du daran Freude? Oder bekommst du vielleicht Besuch im Anschluss, auf den du dich freust?
  2. Versüße dir die Zeit des Putzens. Mache dir deine Lieblingsmusik an, höre einen Podcast oder ein Hörbuch und schon vergeht die Zeit des Putzens ganz von allein, versprochen ;-)

Und so prüfe auch die anderen Punkte, sodass du die nicht motivierenden Einstellungen zu der ein oder anderen Aufgabe im Jahr 2016 zurücklassen und Goodbye sagen kannst.

 

Und denke immer daran: Wer A sagt, hat noch 25 weitere Buchstaben um die Geschichte fortzuführen.

 

Manche Aufgaben/Projekte/Tätigkeiten kannst du einfach im neuen Jahr los lassen.

 

Probiere es aus!

 

Es wird dich befreien und dir sicherlich Freude bereiten, dich mit anderen Sachen zu beschäftigen!

 

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