Jakobsweg vom Erzgebirge an den Bodensee

Es ist wieder soweit: ich bin auf dem Jakobsweg!!! 

Dieses Mal begleitet mich die Mission Gastfreundliches Deutschland. Ich pilgere aus meiner Heimat dem Erzgebirge in mein Wahl-zu-Hause, den Süden Baden-Württembergs und noch etwas weiter bis Konstanz.

 

Kilometerzähler: 302 km (Stand 08.05.2017)

1. Etappe: Zwickau - Lengenfeld ca. 25 km

Gedanken zum Tag

Auf diesen Weg gehe ich mit gemischten Gefühlen. Ich bin überzeugt, dass ich immer eine private Unterkunft finden werde, wenn ich nur freundlich darum bitte, doch bringt mich das zum einen aus meiner Komfortzone, denn es fällt mir immer noch schwer um etwas für mich zu bitten und ich frage mich, wie gastfreundlich ist Deutschland wirklich?

Der Weg

Vom Zwickauer Dom führt der Jakobsweg Vogtland entlang am Schwanen-teich, dem Westsachsen-Stadion und Wasserturm nach Rottmansdorf. Im Gegensatz zu anderen Stadtrandbezirken, zeigte sich Zwickau komplett von seiner schönen Seite. Die nächsten Orte Hirschfeld, Irfersgrün und Waldkirchen erreichten wir jeweils nach schönen Wald- und Feldwegen. Eine kleine Stempelstelle in Waldkirchen brachte mir meinen ersten Jakobsweg-Stempel auf dieser Etappe.

Begegnungen

Begleitet wurde ich heute von meiner Tante. Gemeinsam lernten wir bei einer Privatführung die Schlosskirche in Zwickau Planitz kennen, bewunderten in einem Garten eine Pyramide, die sich das ganze Jahr mit unterschiedlicher Besetzung (Bergleute, Osterhasen, Blumenmädchen) dreht, unterhielten uns mit einem Paar, das mit seinem Hund von Sachsen bis nach Santiago gepilgert war und trafen auf Osterwanderer, die uns Vertreterinnen der Shell Tankstellen nannten.

Unterkunft

Herzlich wurde ich von Familie Knöfler aufgenommen. Ich bewohne ihr Arbeitszimmer, habe ein tolles Bett und ein Bad, wie daheim. Zur Begrüßung plauderten wir bei Tee und Plätzchen über unsere Pilgererfahrungen. Ihr Haus liegt direkt am Friedhof von Lengenfeld. Der Hausherr gönnte mir einen Einblick in die Kirche sowie den Ausblick vom Glockenturm. So habe ich mir meinen Tourauftakt vorgestellt.

Morgen erwartet mich noch ein Frühstück mit den beiden!


2. Etappe: Lengenfeld - Oelsnitz ca. 32 km

Gedanken zum Tag

Heute schneit es. Die Kälte macht mir weniger zu schaffen und gegen die Nässe habe ich die passende Ausrüstung dabei. Jedoch bin ich so mit dem Weg beschäftigt, dass es mir nur selten gelingt die Landschaft aufzunehmen. Ich bin zwiegespalten: langsamer gehen und von der Natur mitbekommen oder das Tempo anziehen um möglichst schnell anzukommen und dem kalten Nass zu entkommen…

Der Weg

Quer über den Friedhof beginnt mein Weg bis hinauf zur Antenne, wo ich wieder auf den Jakobsweg treffe. Weiter geht es vorbei an einem großen Holzpilz auf dem Kamm des Hügels entlang bis der Weg wieder in den Wald eintaucht. Auf dem Weg bis Treuen passiere ich den Perlas Turm, der sicherlich bei schönen Wetter eine tolle Aussicht bietet. Toilettenstopp in Treuen im Rathaus und dann wieder aufs Feld hinaus über Altmannsgrün, Schönau und Bergen bis nach Oelsnitz zur St. Jakobikirche.

Begegnungen

Bis kurz vorm Ziel wäre meine Aussage für heute gewesen: keine. Die Begegnungen mit den wenigen Menschen, die heute zu Fuß unterwegs sind, beschränken sich auf ein verhaltenes "Hallo". Doch dann hält tatsächlich ein junger Mann mit dem Auto an, als ich an der Bundesstraße im Schneesturm vor mich hin pilgere und bietet mir an mich mitzunehmen. Immer verneine ich diese Angebote, doch heute bin ich sehr dankbar. Er erspart mir die letzten 3 km an der Straße entlang, doch zum Plaudern ist auch er nicht aufgelegt…

Unterkunft

Heute darf ich in einer Pilgerwohnung übernachten. Jawohl, es ist eine komplette Wohnung nur für mich und das kostenfrei. Die Einrichtung ist etwas spartanisch, doch ich habe ein Bett, es ist warm und das Bad ist sauber. Was brauche ich mehr? Ok WLAN wäre noch das Highlight 😉 Den Schlüssel bekam ich in einer Drogerie, die mich an meinen Kaufmannladen erinnerte. Gleich um die Ecke bot mir noch ein Rewe alles um mich heute selbst zu verköstigen.


3. Etappe: Oelsnitz - Kirchgattendorf ca. 28 km

Gedanken zum Tag

Besonders ist heute die Grenzüberquerung! Am Drei-Länder-Eck verlasse ich über den Kolonnenweg und einen in den Stein gepickerten Durchgang durch einen Graben Sachsen und komme in Bayern an. Der Abstecher von Bayern nach Tschechien ist weniger spektakulär. Kaum vorstellbar, wie es vor 30 Jahren hier abging - mit Kontrollen und internationalen Publikumsverkehr.

Der Weg

Raus aus Oelsnitz führt der Weg entlang des europäischen Fernwanderwegs übers Feld bis nach Triebel. Dort treffe ich auf den "Wanderweg zu Schicksalsorten", dem ich bis zum Drei-Länder-Eck folge. Für mich als Ostkind, ist dies wieder eine Erfahrung, die mich in Dankbarkeit lehrt.  Weiter geht der Weg viel bergauf und gefühlt wenig bergab bis Nentschau unter der Autobahn durch bis nach Kirchgattendorf

"as scheensta Derfla" Goldmedailliengewinner 2001 beim Landes- und Bundeswettbewerb.

Begegnungen

Pilger begegnen mir auch heute nicht, jedoch kommt es zu ein paar Gesprächen mit den Einheimischen. Kurz vorm Übergang nach Bayern treffe an einer Jagdhütte einen Mann, den ich um das Füllen meiner Wasserflasche bitte. Er bietet mir sogar Apfel-schorle an, die ich gern annehme und wechsel einige Worte mit ihm. Später pausiere ich in einer Dorfbäckerei und beobachte das Treiben. Am Ziel angekommen, werde ich vom Sohn der Familie empfangen, der mich sehr gastfreundlich durch meine Unterkunft führt.

Unterkunft

Auch heute habe ich wieder Glück und kann in einem Gemeindezimmer übernachten. Der Pastor bringt mir eine Matratze, ich kann mir Tee kochen und bekomme sogar eine Brotzeit gerichtet. Unterwegs mache ich mir über meine Einstellung zur Kirche Gedanken, denn es ist die dritte Nacht, wo ich bei ihr unterkomme. Der Aspekt der Gemeinschaft und der gegenseitigen Unterstützung gefällt mir definitiv!


4. Etappe: Kirchgattendorf - Hof ca. 8 km

Gedanken zum Tag

Nach den 8 km Pilgern steht heute eine Liste mit Arbeitsaufgaben an, die ich in einem gemütlichen Café mit WLAN aufliste und abarbeite. Am Tagesende sind mehr Aufgaben als Zeit übrig, doch das ist ok. Es muss nicht alles heute fertig werden, denn ich möchte auch meine Muskeln ausruhen. Morgen geht es schließlich weiter und auch da werde ich wieder Zeit für Aufgaben haben.

Der Weg

Aus dem schönsten Dorf, welches sich sehr trist, verschneit und leer zeigt führt mein Weg quer übers Feld. Ein Weg kann ich nur noch ahnen, Hauptsache Richtung halten. Frische Landluft begleitet mich durch die nächsten Orte mit drei Bauernhöfen und zwei Wohnhäusern. Es ist wie ausgestorben. Mein Einmarsch in Hof ist leider sehr nebelig, doch später strahlt die Stadt mit ihren vielen Kirchen und bunten Häusern im Sonnenschein - wie versprochen.

Begegnungen

Bei diesem Wetter scheint keiner freiwillig auf der Straße zu sein. Einige wenige Hunde mit ihren Herrchen treffe ich.

Erst in Hof kommt Leben ins Spiel. Ich treffe auf viele Nationalitäten und den Würtschen-Mann ;-). Einen Pilgerstempel erhalte ich in der Touristen-Information. Im Altenheim schlüpfe ich für die Nacht unter und treffe den ersten Pilger! Natürlich ist die gegenseitige Freude groß und wir tauschen uns aus.

Unterkunft

Hof hat im Altenheim eine Pilgerherberge. Sie besteht aus Waschräumen, einem kleinen Aufenthaltszimmer und einem Schlafzimmer mit 2 Doppelstockbetten. Es gibt viel Informationsmaterial, das mich für die nächsten Etappen bildet, sowie einige Snacks und Getränke - der pure Luxus. Frühstück kann ich im Altenheim auch mit in Anspruch nehmen - ich bin gespannt ;-)


5. Etappe: Hof - Helmbrechts ca. 22 km

Gedanken zum Tag

Mein Tag beginnt trotz Sonnenschein mit dem Berg Arbeit von gestern. Spät breche ich auf und brauche lange um in meinen Rhythmus zu kommen. Meine Gedanken kreisen um all die Aufgaben und ich laufe auf Autopilot. Dann kreuzt ein Reh meinen Weg und ich bin sofort im Hier und Jetzt. Dieses Erlebnis werde ich mir als Anker für die nächsten Tage mitnehmen, damit das Laufen nicht wieder zur Nebensache wird.

Der Weg

Aus Hof heraus ist der Weg heute eine Herausforderung, denn ich kann die Muscheln nicht finden. Google Maps und die Pilgerkarte lotsen mich dann und ich finde die Strecke durch Osseck, vorbei am Flughafen Hof-Plauen nach Föhrenreuth. Von da ab geht es ein Stück an der Autobahn entlang. Dort wo ich normalerweise auch mit dem Auto entlang düse, pilgere ich nun. Nach der Unterführung unter der Autobahn schlägt der Weg einen Zickzack-Kurs ein, der mich an glücklichen Kälbern und viel Natur vorbeiführt. Die letzten sehr windigen Kilometer bis Helmbrechts durch Edlendorf und durch den Wald verbringe ich schon in Organisation der Übernachtungsmöglichkeit – doch es sollte ganz anders kommen.

Begegnungen

Pilgerfrühstück gibt es heute im Altenheim. Danach versuche ich über Kontakte einer Pflegerin eine Unterkunft in Helmbrechts zu finden. Um sie zu entlasten lege ich eine kurze Zeitungs-Vorlese-Session mit den Heimbewohnern ein und lerne über Fischotter und über die frühere Perlensuche im Perlenbach. Ebenfalls noch in Hof lerne ich den neuen Mitarbeiter aus Ungarn im Pfarramt kennen. Am Nachmittag treffe ich meine Pilgerbekanntschaft von Hof wieder und wir gehen die letzten Meter gemeinsam.

Unterkunft

Am Morgen rufe ich im Pfarramt in Helmbrechts an um zu erfahren, dass die Pilgerherberge geschlossen sei. Dennoch mache ich mich auf den Weg und vertraue, dass ich ein Bett finden werde. Unterwegs telefonieren meine Pilgerbekanntschaft und ich verschiedene Pensionen durch. Ich schaffe es ein Doppelzimmer in der günstigeren Pension zu reservieren. Auf dem Weg dorthin passieren wir die Pilgerherberge und klingeln um wenigstens einen Stempel zu erhalten. Den bekommen wir nicht, doch werden wir hereingebeten und es ist keine Rede mehr von Schließung. So übernachten wir nun wieder auf Spendenbasis in einer Wohnung mit Bad und zwei Schlafzimmern. Was will man mehr?


6. Etappe: Helmbrechts - Marktschorgast ca. 25 km

Gedanken zum Tag

Heute gehen wir zu zweit los. Meine Gedanken am Morgen sind noch: will ich das wirklich? Doch dann im Laufe des Tages, den wir fast komplett durch Regen laufen, lerne ich die Gesellschaft zu schätzen. Zum einen kommen wir nicht allein in unsere Regencapes und zum anderen wird die triste Landschaft und das ungemütliches Wetter nebensächlicher durch die Gespräche. 

Der Weg

Wie am Vorabend schon erkundet führt der Weg durch Helmbrechts direkt an einem EDEKA vorbei, wo wir erst einmal zum Frühstücken einkehren. Im weiteren Verlauf geht der Jakobsweg mit dem Steinachtal-Weg parallel. Orte wie Rappetenreuth und Hohenberg streifen wir nur. In Marktleugast lädt eine Bäckerei zu einem Kaffeestopp ein und siehe da, es hört auf einmal fast auf zu regnen. Weiter bergab führt der Weg nach Marienweiher, wo wir die Basilika besichtigen und einen Stempel in unsere Pilgerpässe bekommen. Nun ist es nicht mehr weit und über Gundlitz erreichen wir bereits am frühen Nachmittag Marktschorgast.

Begegnungen

In der Bäckerei in Marktleugast herrscht Aufregung bzgl. der Abendgestaltung. Das will ich genauer wissen. Einmal im Jahr findet in der Disco eine Ü-30 Party statt, wo dann wohl auch alle hingehen. Das erinnert mich an die Nächte im Volkshaus in meiner Heimat. Klingt nach viel Spaß. In der Basilika in Marienweiher treffen wir auf verschiedene Menschen, die alle unseren Weg und unsere Ausdauer bei diesem Wetter bewundern. Am Abend landen wir auf Empfehlung unserer Gastgeberin mitten in einer Dorffeier zur Eröffnung des Biergartens. Da es draußen wenig einladend ist, sitzen alle drin bei Live-Musik. Gefühlt erlebe ich an diesem Abend ein zweites Mal Fasching bzw. Aprés Ski 😉  

Unterkunft

Und wieder habe ich Glück! Ein tolles Privatquartier ist heute mein Dach über dem Kopf und das Highlight: es gibt Bettzeug. Also bleibt der Schlafsack heute im Rucksack und ich freue mich auf eine gemütliche Nacht. Unsere Gastgeberin ist auch sehr herzlich und wird uns morgen mit einem Frühstück versorgen. Das haben wir auf 08:00 Uhr bestellt, also ist sonntägliches Ausschlafen angesagt! Die Dusche haben wir ausgiebig genossen und natürlich hängen überall unsere nassen Klamotten zum Trocknen aus. Für solch eine tolle Unterkunft und die liebe Versorgung lasse ich morgen gern eine großzügige Spende da! 


7. Etappe: Marktschorgast - Bayreuth ca. 26 km

Gedanken zum Tag

Schon während der ganzen Etappen freue ich mich auf Bayreuth. Ich  möchte die Stadt, die ich immer wieder auf der Autobahn passiere, kennenlernen. Doch als ich sie von weiten aus einem Waldstück sehe, erkenne ich, dass ich mich im Wald viel wohler fühle und mich nicht mehr viel in Richtung Betonbauten zieht.

Der Weg

Richtig schön geht der Weg heute heraus aus Marktschorgast und die schiefe Ebene hinab entlang der Bahnlinie, die Autobahn in Sicht und durch den Wald. Es lässt sich gut laufen. In Himmelskron besichtige ich die Autobahnkirche, an welcher ich schon so oft vorbeigefahren bin und lausche kurz den Worten eines Pfarrers beim Gottesdienst. Weiter führt der Weg durch die menschenleeren Orte Kremitz, Ramsenthal und Gemein. Auch der ein oder andere Anstieg fordern die Kräfte heraus. In Bayreuth begrüßen mich die Schlosskirche sowie die Stadtkirche - leider ohne Pilgerstempel... Morgen möchte ich die Stadt noch etwas besichtigen bevor es weiter geht nach Creußen.

Begegnungen

Unterwegs ist heute so gut wie keiner. Lediglich in den Kirchen begegne ich Menschen, die alle im feinen Zwirn gekleidet sind. Später bekomme ich mit, dass Konfirmation ist. Beim Stempeln in Himmelskron spricht mich eine Dame an und erzählt, dass auch sie schon einmal nach Santiago gepilgert ist. Wieder zeigt sich, dass Pilgern keine Altersgrenzen kennt. Erst kurz vorm Ziel treffe ich in Bayreuth auf eine Bewegung für Europa und auf wenige Sonntagsspaziergänger.

Unterkunft

Am Morgen versuche ich es telefonisch beim Pfarrer. Leider ist  er nicht erreichbar und auch über den Tag hinweg habe ich keinen Erfolg. So sollte es die Jugendherberge werden. Dort angekommen, darf ich noch eine Stunde warten bis jemand zur Anmeldung kommt. Zum Glück gibt es in der Empfangshalle WLAN, also kein Problem. Doch dann soll ich eine Mitgliedschaft abschließen und letztendlich für die eine Nacht im Mehrbettzimmer knapp 50 € zahlen. Das ist zu viel. Also noch einmal beim Pfarrer probiert und weitere Möglichkeiten gecheckt. Dann endlich erreiche ich den Pfarrer und er nimmt mich und meine Pilgerbekanntschaft für diese Nacht sogar persönlich auf!


8. Etappe: Bayreuth - Creußen ca. 16 km

Gedanken zum Tag

Die Natur genießen, das kann ich am besten in Ruhe. Heute gehe ich den Weg wieder allein, da ich erst am frühen Nachmittag starte. Ich bleibe hier und da stehen, fotografiere und genieße es einfach – die Strahlen auf der Haut, die Ruhe, die Tiere, das Vogelgezwitscher. Ich tauche ganz ein in diese Idylle!

Der Weg

Ok ich gebe es zu, ich kürze heute ein Stück ab und komme erst nach ca. 5 km auf den Jakobsweg. Die erste Station ist der Biergarten Schlehenberg, wo ich mir eine Rast gönne. Weiter geht es durch die Fränkische Schweiz entlang des Roten Main. Die Natur ist traumhaft und die Waldwege lassen sich perfekt laufen. Weitere Orte liegen heute nicht auf dem Weg bis ich Creußen erreiche. Es ist eine kurze Etappe!

Begegnungen

Nach meiner Arbeitssession freue ich mich auf die ersten Begegnungen mit Wandersburschen im Wald. Einer davon war auch schon pilgern und wir kommen sofort in den Austausch. Es ist schön, wieder Menschen zu treffen. Im Biergarten bin ich die Attraktion mit meinem Rucksack. Ich spreche mit den Leuten am Nachbartisch und den Wirtsleuten. Sie nennen mich verrückt und schenken mir auch Bewunderung. Zahlen brauche ich nicht, im Gegenteil – ich bekomme noch Wegzehrung geschenkt. Weiter auf dem Weg treffe ich einen Bauern, der seine Hühner füttert und mir erzählt, dass ich nun seinen früheren Schulweg laufe – das muss so 70 Jahre her sein.

Unterkunft

Wo schlafen Sie heute? Ich kann keine bessere Antwort geben, außer „im Pferdestall“. Das ist das, was mir die Dame am Telefon gesagt hat. Und tatsächlich – es war einmal ein Pferdestall, der heute als Gemeindezimmer genutzt wird. Die Einrichtung ist gemütlich und zwei Sofas stehen zum Schlafen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Theke mit Kochmöglichkeit. Alles was fehlt, ist ein wenig Wärme und eine Dusche. Doch ich wäre nicht ich, hätte ich nicht durch nettes Fragen eine Duschmöglichkeit ergattert. Und das Highlight: aus der Tür raus stehe ich auf dem Marktplatz, wo es kostenfreies WLAN gibt ;-)


9. Etappe: Creußen - Pegnitz ca. 23 km (- 8 km)

Gedanken zum Tag

Bus fahren auf dem Jakobsweg geht gar nicht? Dieser Frage sah ich mich heute konfrontiert, als ich 5 Minuten vor Abfahrt des einzigen Busses am Tag an eine Bushaltestelle kam und die dunklen Wolken sich verdichteten. Vielleicht war es ein Zeichen, vielleicht nur ein günstiger Zufall. Auf jeden Fall stieg ich ein und habe dem Busfahrer somit den 1. Fahrgast von dieser Haltestelle im Nirgendwo verschafft.

Der Weg

Bei noch blauem Himmel geht es heute aus Creußen hinaus Richtung Rotmainquelle. Es ist ein Umweg von 10 km, doch ich möchte sehen, wo der Main geboren wird. Im Nacken das Wissen, dass bald ein heftiges Tiefdruckgebiet auf mich treffen wird, laufe ich los. die Quelle ist wie zu erwarten war recht unspektakulär. Weiter folge ich den Waldwegen nach Lindenhardt und Kotzenhammer - 3 Häuser im Nirgendwo. Von da aus sehe ich die Muscheln aus dem Bus und durchquere Buchau. Pegnitz erreiche ich über die Hauptstraße wieder zu Fuß - ein niedliches Örtchen.

Begegnungen

Der erste Mensch mit dem ich heute nach meinem Mitpilger spreche, ist der Busfahrer. Er hat vom Jakobsweg noch nichts gehört, geschweige denn weiß er, dass er an seiner Busstrecke entlang geht. In Pegnitz scheint die Zeit still zu stehen und von der Welt nicht viel anzukommen. So scheint es mir zumindest beim Hören der Gespräche im Café, wo ich den Nachmittag verbringe. Später spricht mich ein Gast an, der rein vom Körperbau nicht an einen Pilger erinnert. Er erzählt mir, dass er von Pegnitz schon nach Santiago gepilgert ist und macht mir wieder richtig Lust aufs Weiterlaufen.

Unterkunft

Auch heute ist das Pfarramt meine Anlaufstelle für das Nachtlager. Ich darf in einem Gemeinderaum schlafen. Wieder gibt es eine Küche und eine Matratze. Eine Dusche gibt es hier auch nicht, doch ist es viel wärmer als gestern im "Pferdestall". Heute nutze ich den Raum auch nur zum Schlafen, denn in Pegnitz gibt es ein Eiscafé, welches ich aus Mitleid mit dem Betreiber betrete. Bei dem Wetter will einfach keiner Eis. Als ich meinen Laptop auspacke, bietet er mir sein WLAN Passwort an. Somit halte ich mich hier bis zum Schlafen gehen auf.


10. Etappe: Pegnitz - Tank & Rast  ca. 5 km

Bei erneutem Schneetreiben ohne Besserung in Sicht befasste ich mich ernsthaft mit der Frage, warum ich überhaupt auf dem Jakobsweg in Deutschland unterwegs bin? Was ist es, dass mich aufbrechen ließ und werden diese Ziele aktuell erfüllt? Diese Fragestellung ist prinzipiell im Leben wichtig. Warum tun wir die Dinge, die wir tun und bekommen wir das, was wir uns daraus erhoffen? Wenn nicht, dann ist es an uns etwas zu ändern!

 

Also meine Ziele für den Jakobsweg sind nicht das Ankommen sondern:

 

1. Neue Ecken von Deutschland entdecken, die ich vom Auto nie sehen würde

2. Mit Leuten ins Gespräch kommen und ihren Geschichten lauschen

3. Die Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit Deutschland beweisen.

 

Die Ziele 1 und 2 sind im Schneetreiben mit Kapuze im Gesicht und Nebel über den Landschaften einfach nicht machbar. Außerdem geht kaum ein Mensch freiwillig vor die Tür. Das Ziel 3 konnte ich an jedem Tag erleben, durch all die netten Menschen, die mir ein Nachtlager boten, mich mitnahmen oder ein Getränk schenkten.

 

Aus dieser Bewertung zog ich für mich die Entscheidung, dass ich meinen Weg an dieser Stelle bereits unterbreche und in der kommenden Woche bei besserem Wetter weitergehe. 

 

So nutzte ich die Chance, als mich der Jakobsweg nahe eines Autorasthofs vorbeiführte und sprach einige Autofahrer an. Ein netter Schweizer nahm mich das erste Stück von Pegnitz bis Feuchtwangen mit und zwei weitere Herren boten mir eine Mitfahrgelegenheit bis Backnang. Von dort nahm ich die Bahn nach Herrenberg.

 

Angekommen daheim genoss ich ein warmes Bad, wusch mich von Kopf bis Fuß (nachdem es gestern keine Dusche gab, eine Wohltat) und auch meine Klamotten hängen wohl duftend auf der Wäscheleine. Außerdem sortierte ich aus meinem Rucksack schon einmal aus, was ich bei meiner Weiterreise daheim lassen werde. Nie hätte ich gedacht, dass diese wenigen Dinge knapp 1,5 kg ausmachen.

 

Außerdem freue ich  mich über das Päckchen mit neuen Pilgerausweisen und Muscheln für meine Touren in der zweiten Jahreshälfte mit Gruppen und Coaching-Impulsen. Diese hatte ich von unterwegs aus bestellt, denn mein aktueller Pilgerausweis ist voll. Ein weiterer Grund für die frühzeitige Unterbrechung ;-)

 

Ich genieße es einfach ins Internet zu kommen und in mein eigenes Bett ohne Schlafsack zu krabbeln.

 

Mein Fazit für den Tag: Ich sollte mich immer wieder hinterfragen, ob das, was ich tue, das ist, was ich möchte und wenn dem nicht so ist, dann gibt es noch zich andere Möglichkeiten!

11. Etappe: Tank & Rast - Betzenstein  ca. 16 km

Gedanken zum Tag

Eigentlich möchte ich weiter pilgern, doch ich habe keine Zeit. Das ist mein Gedanke seitdem die Termine, wegen welchen ich die Unterbrechung geplant hatte, vorüber sind. Habe ich wirklich keine Zeit? Ja es sind viele Aufgaben, die gerade auf mich warten. Ich schreibe sie alle auf eine Liste und stelle fest, dass nichts unbedingt heute erledigt werden muss. Alles kann noch eine Weile warten! 

Der Weg

Per S-Bahn und Mitfahrgelegenheit geht es von Herrenberg zurück an die Stelle, wo ich vor 9 Tagen den Weg verlassen habe. Heute ist es trocken und bestimmt 10 Grad wärmer! Ich genieße es zurück zu sein und folge der Muschel vorbei an einem Kuhstall und dann hinein in die Natur. Der Raps blüht und taucht die Landschaft in ein strahlendes Gelb. An der Abzweigung nach Bronn (ca. 2,5 km Umweg) entscheide ich mir für ihn und werde belohnt. Die kleine Kirche besticht mit ihrem Flair und einen Stempel bekomme ich auch. Noch ca. 7 km durch den Wald und ich erreiche schon die malerische kleinste Stadt Frankens Betzenstein. Die Fachwerkhäuser, die vielen Felsen und die in die „Klauskirche“ genannte Durchgangshöhle begeistern mich. 

Begegnungen

Intensive Gespräche über das Wandern führe ich mit meinem Fahrer. Später, als er mir verrät, dass er bei der Bundeswehr arbeitet, reißen wir das aktuelle Weltgeschehen von allen Seiten an und fragen uns, warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Wir sind uns einig, dass nur in Gemeinschaft eine Weiterentwicklung möglich ist. In der Bronner Bäckerei treffe ich auf eine Messdienerin und erfahre so einiges über das kleine Örtchen. Bei ihr einen Stempel zu hinterlegen, wäre sehr praktisch. Diesen Vorschlag trage ich gleich weiter ins Pfarramt 😉 In Betzenstein auf dem Campingplatz treffe ich auf Überraschung, als ich berichte, dass sie auf dem Unterkunftsverzeichnis der Jakobusgesellschaft Oberfranken geführt sind. 

Unterkunft

Zum ersten Mal übernachte ich weder privat noch in einem Gemeindehaus – der Pfarrer war nicht erreichbar. Dafür habe ich ein kleines Zimmer auf dem Campingplatz bekommen. Es ist warm und sehr ruhig gelegen. Ich genieße es, dass Zimmer für mich zu haben. Herbergen mag ich ja, doch in der Zweisamkeit der letzten Etappen fühlte ich mich zur Unterhaltung verpflichtet. Heute kann ich nach einer ausgiebigen Dusche meinen teuren Telekom-Tages-Internetzugang nutzen. Nicht nur, dass es hier kein kostenfreies WLAN gibt, ich habe auch kein Netz! Deutschland...


12. Etappe: Betzenstein - Kalchreuth  ca. 40 km

Gedanken zum Tag

Wie weit werden mich meine Füße heute tragen? Ich könnte nach 18 km aufhören oder weiter gehen. Mein Ziel ist für morgen Nürnberg und ja näher ich rankomme, desto weniger bleibt übrig. Außerdem weiß ich nicht genau, wo ich übernachten kann. Ich laufe also einfach weiter und lasse mich treiben. Mit meinem neuen Pilgeretappenrekord breche ich sämtliche Glaubenssätze, dass ich 40 km nicht schaffe!

Der Weg

Vom Campingplatz bahne ich mir den Weg durch den Wald und komme wieder auf den Jakobsweg. Ich liebe die mit Moos bewachsenen Steine! Das Wetter ist traumhaft, sodass ich auch einen kleinen Schlenker zur Burgruine Stierberg den Berg hinauf gehe. Weiter über Wiesen und durch den Wald mit etlichen Höhenmetern komme ich ans süße Örtchen Hiltpoltstein. Die Kirche ist geöffnet und ich bekomme einen Stempel. Weiter geht es durch Kirschbaumhaine bis zum Kriegsdenkmal mit traumhafter Aussicht auf Gräfenberg. Dort verliere ich den Weg wieder, komme dafür an den Fluss mit seinen kleinen Wasserfällen und bin dankbar für den "Umweg". An der Bahnlinie entlang suche ich den Aufstieg zum Teufelstisch. Beim Lesen hatte ich mich gefragt, ob es Teufels-tisch oder Teufel-stich heißt und beides trifft zu ;-) Über den Berg erreichte ich Igensdorf. Sein Friedhof füllt meine Wasserflaschen zum 3. Mal auf. Weiter führt der Weg, der mir immer wieder eine traumhafte Aussicht bietet, später über einen Golfplatz, wo ich auf der herumfliegende Bälle achte, entlang eines Campingplatzes und schließlich nach Kalchreuth.

Begegnungen

Am Rande eines Feldes treffe ich auf einen Herren mit Kettensäge und Berliner Autokennzeichen. Das macht mich neugierig und ich spreche ihn an. Er erzählt mir, dass er das angrenzende Feld verpachtet hat, dafür aber 3 riesige Kirschbäume entfernen musste. Diese wollte er verkaufen, doch es besteht kein Bedarf. So ist er nun am Kämpfen die Stämme zu Feuerholz zu verarbeiten. Sehr schade! Weiter kurz vor Hiltpoltstein holt mich eine stolze Joggerin ein. Ihr Ziel: "Wanderer einholen" ;-)

Wir kommen ins Gespräch und sie lädt mich auf einen Kaffee ein. Dieser Einladung folge ich gern und genieße die Gespräche und die Gastfreundschaft. Ausgestattet mit vollen Wasserflaschen und 2 Power Riegeln von Life Plus verlasse ich die beiden wieder, nachdem wir uns auf Facebook miteinander verbunden haben. Ab Gräfenberg treffe ich auf mehrere Gruppen Studenten, die die Gegend für Wanderausflüge nutzen. Außerdem begegnen mit mehrere Wanderer mehrmals aus verschiedenen Richtungen. Wie machen die das?

Am Bauwagen werde ich sehr herzlich empfangen und genieße die Gespräche mit den Menschen abseits des Mainstreams.

Unterkunft

Unterwegs sehe ich kleine Flyer mit einem roten Bauwagen, der als Pilgerunterkunft angeboten wird. Dort rufe ich natürlich an und melde mich für den Abend an. Angekommen im Lebenslustgarten, der so viel Natur bietet, bekomme ich noch etwas zum Abendessen, eine Führung vorbei an der Stelle, wo regelmäßig Friedensfeuer stattfinden, am Badeteich, dem Toilettenhäuschen und schließlich an "meinen" Bauwagen. Er ist umgebaut mit bodentiefen Fenstern, Holzverkleidung und sehr gemütlich eingerichtet mit einer Matratze, Fellen auf dem Boden und Kerzen für die Beleuchtung. Nach dem Essen feuern wir den Ofen an und da es keinen Strom gibt, gehe ich mit Einbruch der Dunkelheit ins Bett. Meine Beine pulsieren so, dass jedoch an Schlaf nicht zu denken ist. So lausche ich dem Knistern des Feuers und genieße die Wärme.


13. Etappe: Kalchreuth - Nürnberg ca. 17 km

Gedanken zum Tag

Heute erreiche ich mein zweites großes Ziel nach Bayreuth: Nürnberg. Wie geht es nun weiter? Nach dem gestrigen Marsch ist der Weg heute zäh und am liebsten würde ich heimfahren. Doch was wäre dann mit meinem Ziel bis nach Konstanz zu laufen? Und wieso war ich gestern so motiviert und heute nicht? Was kann ich tun um wieder in den Flow zu kommen?

Der Weg

Vom Lebenslustgarten sind es nur ein paar Meter zurück auf den Jakobsweg. Schon sehr bald sehe ich hinter den Baumwipfeln Nürnberg. Der Weg jedoch führt im Bogen auf die Stadt zu. Erst verläuft er abwechlungsreich durch den Wald und durch eine Schlucht. Doch dann geht es auf langen schnurgeraden Schotterstraßen durch den Wald, was die Etappe sehr zäh macht. Später umrunde ich den Flughafen, passiere Buchenbühl und erreiche durch den Stadtpark die Burgmauern um von oben quer über den Markt in Richtung Bahnhof zu meinem Hostel zu laufen.

Begegnungen

Die Menschen machen es mir heute nicht leicht. Im Vergleich zu anderen Tagen begegnen mir viele Radfahrer und Jogger, jedoch erwidert kaum einer meinen Gruß. Ich strenge mich mehr an, nehme schon von weitem, Blickkontakt auf, lächle und schaffe es dennoch nur selten Kontakt aufzunehmen. Was ist heute los? Oder was ist hier los? Liegt es an der Großstadt? Ich weiß es nicht. Selbst in den Kirchen, wo ich immer jemanden antreffe, erfahre ich nur wenig Herzlichkeit. Als ich dann noch Zeuge von versuchtem Fahrraddiebstahl werde, verkrümel ich mich ins Hostel. Seltsamer Tag...

 

Unterkunft

Meine Unterkunft ist heute wenig spektakulär. Über booking.com habe ich mich ins AO Hostel eingebucht. Allein in meinem 6-Bett-Schlafsaal genieße ich ausgiebig die Dusche, wasche etwas Wäsche und freue mich auf die Nacht ohne Schlafsack mit Bettzeug und Bettwäsche. Kleine Freuden im Alltag, große Freuden des Pilgers ;-)


14. Etappe: Nürnberg - Schwabach ca. 19 km

Gedanken zum Tag

Vor Hunden habe ich Respekt auf Grund einer Begegnung als Kind. Im Wald kommt heute ein Größerer auf mich zugerannt. Das Frauchen ist zu weit weg zum Eingreifen. Immer wieder hört man von den Möglichkeiten bei der berühmten Begegnung mit dem Tiger: Kämpfen, tot stellen oder flüchten. Ich entscheide mich für freundliche Ansprache und siehe da, Hund und ich gehen friedlich aneinander vorüber.

Der Weg

Hinaus aus Nürnberg bin ich der online gefundenen Beschreibung sehr dankbar, denn ich kann keine Muschelzeichen entdecken. Erst als ich an den Ludwig-Donau-Main-Kanal abbiege ist die Ausschilderung wieder da. Ich genieße den Kanal und das Grün und entdecke bald eine Abbiegung, die mit einer weißen, statt gelben Muschel beschildert ist. Ich denke mir nichts dabei und folge ihr. Erst nach einer ganzen Weile, nachdem ich Pillenreuth durchquert habe und als der Weg ganz offensichtlich wieder nach Norden statt nach Süden geht, werde ich stutzig. In Reichelsdorf kehre ich um und folge der Bundesstraße bis Schwabach. Ich hatte mich auf den Weg nach Rothenburg verirrt.

Begegnungen

Heute klappt das schon wieder besser mit dem Grüßen der anderen Menschen auf dem Weg. Gespräche kommen jedoch keine zustande. Nur kurz berichte ich von meinem Weg, als ich eine Frau um ein Foto gebeten habe. Erst in Schwabach in der Stadtkirche treffe ich auf einen gesprächigen Herren, der eigentlich gerade abschließen wollte, mir dann jedoch noch eine kleine Führung durch die Kirch bietet und mich zur Pilgerherberge bringt. Ich lerne, dass die Kirche 1495 fertiggestellt wurde und alles heute noch original erhalten ist. Außerdem gab es mal über 40 Brauereien.

 

Unterkunft

Eine tolle Pilgerherberge wurde letztes Jahr in Schwabach eingerichtet. Ich habe eine größere Wohnung für mich allein, trotz dass gerade Hochsaison ist (so der Betreuer), als daheim. Sie hat eine Küche, einen Aufenthaltsraum, ein Bad mit Wanne und Waschmaschine und Trockner, ein Schlafzimmer und WLAN. Außerdem bekomme ich noch einiges an Infomaterial zum Studieren ausgeliehen. Und all dies funktioniert auf Spendenbasis! Toll diese Hilfsbereitschaft der Gemeinden!


Ressourcen Sammlung

Übersicht über alle deutschen Jakobswege

Sächsischer Jakobsweg (Zwickau - Hof)

Jakobusweg Oberfranken (Hof - Nürnberg)

Pilgern in Bayer (Nürnberg - Konstanz)

Weg aus Nürnberg heraus

 

Unterkünfte auf der Strecke Zwickau - Hof

Pilgerherberge Hof

Unterkünfte auf der Strecke Hof - Nürnberg

Unterkünfte in Nürnberg

Pilgerherberge Schwabach

Unterkünfte auf der Strecke Nürnberg - Konstanz

Unterkünfte auf der Strecke Ulm - Konstanz

 

Der Inhalt meines Rucksacks ist sehr ähnlich wie bei meiner letzten Tour auf dem Caminho Portugues da Costa. 

Dies alles ist nach der Unterbrechung daheim geblieben, weil ich es in den ersten 10 Tagen nicht benötigt habe. Dadurch ist mein Rucksack fantastische 1,5 kg leichter!

Notizbuch, Dose, Gürteltasche, 2. lange Hose, aufblasbares Kissen, Rucksack, Uhr, Haarklemmen, Flyer, Kräuterlikör 😉

Was mit den Spenden geschieht...

In den ersten 10 Tagen erhielt ich über meinen Paypal Link sagenhafte 85 € von wunderbaren Menschen, die meine Tour unterstützen wollen.

Davon gingen 50 € direkt als Spenden an die Menschen und Pfarrgemeinden, die mir Obdach boten. Von daheim bestellte ich Notizbücher, die ich zu Gästebüchern umgestaltete. Diese schickte ich an 3 Familien zur Sammlung ihrer Begegnungen.

Hat dir der Beitrag gefallen? Wenn du auch Lust hast, meinen Weg zu unterstützen, dann nutze diesen Paypal Link. Ich freue mich über jeden kleinen Betrag, den ich bei meinen Unterkünften als Spende einsetzen werde.

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Kommentare: 1
  • #1

    BEBST Gerhard (Freitag, 28 April 2017 21:33)

    Hallo Susi!
    Wunderbar mit Feingefühl geschrieben. Man merkt auch, daß du die Natur liebst. Vorallem aber, deine positive Einstellung���
    Freue mich schon auf die nächste Berichterstattung - aber bis dahin erholen dich erstmal.
    Liebe Pilgergrüße
    Gerhard