Was Coaching in der Natur bewirkt...


Gehen wir gemeinsam ein Stück spazieren, haben wir uns nach einigen Schritten auf ein Tempo eingepegelt und laufen in unserem Rhythmus. Dadurch wird der Transmitterstoff Serotonin im Stammhirn hergestellt. Dieser ist in der Lage den Wirkungsgrad des „Stressbotenstoff“ Cortisol zu senken und macht ruhig und ausgeglichen. Damit legen wir also die Basis für produktives Arbeiten. Wir entfernen uns von den stressigen Themen, die wir ins Coaching mitgebracht haben. An dieser Stelle nutze ich bewusst die WIR Form, denn natürlich geht es mir als Coach genau wie Ihnen. Auch bei mir wird Serotonin produziert, was es mir ermöglicht freier von anderen Themen zu arbeiten. Dieser erhöhte Serotoninpegel trägt weiterhin zur Zufriedenheit bei. Diese ist ein wesentlicher Resilienzfaktor gegen Stress.

 

Durch die aktivierte Motorik wird außer dem Serotonin der weitere vom Volksmund als „Glückshormon“ bezeichnete Transmitterstoff Dopamin hergestellt. Dieser erhöht die Annäherungsmotivation zur Zielerreichung bei Ihnen. Das Wanting-System wird aktiviert. Dopamin ist also der Dünger für neuronales Wachstum. Wir sprechen auch von Neuroplastizität.

 

Ein weiteres Hormon, das durch die gemeinsame Bewegung in der Natur in seiner Herstellung begünstigt wird, ist Oxytocin – ein Bindungshormon. Nicht nur im Geburtsprozess oder bei der Bindung zwischen Mutter und Kind, spielt dieses Hormon eine große Rolle, sondern auch bei allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein Vertrauensverhältnis zwischen uns ist die Basis für eine wertvolle Zusammenarbeit. Zusätzlich ist Oxytocin hilfreich bei der Bearbeitung von Ängsten und gestörten Vertrauensverhältnissen. Auf ein gutes Fundament zwischen uns lassen sich also die Themen aufbauen, die Sie mitgebracht haben.

 

Neben den Botenstoffen wirkt die Natur mit ihren vielen Reizen überschwellig und aktiviert multisensorisch die neuronalen Signale. Je mehr Reize im Gehirn eintreffen, desto höher wird die Spannung und viele Netzwerke werden angeregt. Je empfänglicher Sie für die Eindrücke um Sie herum werden, desto offener werden Ihre Wahrnehmungsfilter. Treffen vermehrt Neuigkeitsreize auf den Thalamus, den Türsteher zu Ihrem Bewusstsein, steigt die Chance, dass Unbewusstes auch wieder an die Oberfläche des Bewusstseins „gespült“ wird und Sie auf diese Ressourcen zugreifen können.

 

Lassen Sie einfach einmal die Blicke schweifen, genießen Sie die Sonnenstrahlen auf der Haut und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Wahrnehmung, so ist es möglich, dass sich ein sogenannter Task negativ Zustand einstellt. Dies erleben Sie als Systemwechsel zu dem häufig aktiven Task positiv Zustand, bei dem es gilt eine Aufgabe zu lösen und sich zu fokussieren. Dabei wird ein bestimmtes Hirnareal angesprochen und somit effizient gearbeitet. Der Task negativ Zustand ist ein Zustand der Entspannung bei dem Kreativität möglich ist und bei dem die Fähigkeit zu lateralem Denken begünstigt wird.


Sprich genau jetzt kann der entscheidende Gedanke geboren werden.